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Ostwestfälisch. “Wie gehts?” “Muss.” - Wer sich wundert, warum der ein oder andere nicht mehr Worte macht, als unbe- dingt nötig, sollte einmal in Ostwestfalen vorbeischaun. “Wie gehts?” - “Muss.” Das genügt. Mehr gibbet da nich’ zu sagen. Natürlich gibts in Ostwestfalen auch be- sonders redselige Leute, die auf die Fra- ge “Wie geht’s?” mit mehr Worten antwor- ten, als wirklich nötig gewesen wäre: “Muss ja.” Jau, dat kannste auch man sagen.
Wer dann noch die wichtigsten Wendungen beherrscht (Zustimmung: “Jau, dat kannste auch man sagen.”, über Verneinung “Dat kannste so nich sagen.” bis zur Floskel zum Beenden eines Gesprächs- themas “Das is ne lange Geschichte.”) weiß eigentlich schon alles, was man in Ostwest- falen für eine ausführliche Unterhaltung brauch’.
Wem, auch als Ostwestfale, die ein oder andere ostwestfälische grammatische Besonderheit bisher noch unbekannt war (etwa: “nu komm mal bei mich bei.”), der sollte sich einfach mal den Kabarettisten Harald Meves aus Vlotho anhören. Der nimmt das Ostwestfälische mit den obigen und anderen Beispielen unter die Lupe.
“Kannste nix von sagen.” - zu Hochdeutsch: Da kannst nix schlechtes von sagen - sprich: Meves’ Betrachtungen sind humorvoll und echt gut. (So ähnlich wie im Schwäbischen: Net gschimpft isch gnuag gelobt. ;-)
Wenn Ihnen das alles bisher neu war, wenn Ihnen diese Infos gefallen haben und Sie sich nu bei dem Schreiber dieser Zeilen bedanken möchten - dann sach ich nur (ganz ostwestfälisch ;-)): “Da nicht für.”
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