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"auf die erfinderische Kraft der eigenen Sprache bauen". Das Zitat gefällt mir :-). Deshalb möchte ich gerne an diesen Satz aus dem Artikel "Die Deutschen sind eben offener" von Bernard Bessières in der Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten vom 10. 9. 2003 anknüpfen: Die Sprache bietet unzählige Möglichkeiten zu tüfteln, zu basteln, zu erfinden. Auch unsere Sprache. Ein Beispiel: Sie freuen sich auf jemanden, der Sie besucht, sind zugleich aber auch aufgeregt. Wie nennt man das? - "Dafür gibt's im Deutschen kein Wort", mag mancher denken, "Pech gehabt". Echt nicht? Dann erfinden Sie doch eins. Froh und aufgeregt zugleich: Wie wär's mit "frohibbelig"?
Im Klartext: Im Deutschen neue Wörter zu formen, neue Ausdrücke zu erdenken macht Spaß. "Hinterher-Geschmack" etwa hat doch wesentlich mehr Pfiff als ein fader und nachteiliger "Nachgeschmack". "Haltbarkeiter" für "Konservierungsstoffe" ist auch mal was Neues. Und ein "Augicker" (Optiker) wäre zumindest eine halbe Eindeutschung. Nehmen Sie einfach Ihren Werkzeugkoffer, einen Satz Wörter, einen Satz Nachsilben, und basteln Sie herum.
Dass im Deutschen immer wieder englische Fremdwörter auftauchen, ist nicht verwunderlich. Viele heimische Begriffe sind inzwischen altbekannt und schon a bissle verstaubt. Neue Wörter für eine lebendige Sprache zu gestalten, ist gewagt. Wer riskiert schon, eine "Neusamkeit" zu erfinden, wenn er dabei mit dem Duden ...
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